Ich vergegenwärtige mir die Wechselbeziehung von Einheit und Verschiedenheit und mache mich auf den Weg, die zehn Orientierungen zu verkörpern. So praktiziere ich   diese Übungen:

  1. Ich bin mir bewusst, dass ich nicht getrennt bin von allem, was ist.
    Das ist die Übung, nicht zu töten.
  2. Ich will zufrieden sein mit dem, was ich habe.
    Das ist die Übung, nicht zu stehlen.
  3. Ich versuche, allen Geschöpfen mit Respekt und Ehrerbietung zu begegnen.
    Dies ist die Übung, nicht gierig zu sein.
  4. Ich übe, mit meinem Herzen zu hören und aus meinem Herzen zu sprechen.
    Das ist die Praxis, nicht zu lügen.
  5. Ich übe, meinen Geist zu klären.
    Dies ist die Übung, mich keinen Täuschungen hinzugeben.
  6. Ich bemühe mich in jedem Moment, alles zu akzeptieren, wie es ist.
    Das ist die Übung, nicht über die Fehler und Irrtümer anderer zu sprechen.
  7. Ich übe zu sagen, was ich als Wahrheit erkenne.
    Dies ist die Praxis, sich nicht selbst zu erhöhen und anderen die Schuld zu geben.
  8. Ich übe, alle Zutaten meines Lebens zu verwenden.
    Das ist die Praxis, nicht geizig zu sein.
  9. Ich praktiziere, Leiden in Weisheit zu verwandeln.
    Das ist die Übung, mit Wut und Ärger achtsam umzugehen.
  10. Ich gelobe, mein Leben als Instrument des Friedens zu leben.
    Das ist die Übung, sich die wechselseitige Abhängigkeit von Einheit und Verschiedenheit bewusst zu machen.

Die Formulierungen dieser zehn Übungen laden zu einem tiefen Erkundungsprozess ein und können sich dabei auch immer wieder verändern.

(mit Dank an die Raben Sangha für den – leicht veränderten – Text)